Urlaub in Albanien: 7 Reiseblogger berichten

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Eine Reise durch Albanien

Meiner Meinung nach ist die Balkanregion als Reisedestination noch immer komplett unterbewertet und wird allgemein unterschätzt. Was aber eigentlich gar nicht so schlimm ist, weil sie dadurch vom Massentourismus und all den damit verbundenen Nachteile bisher noch verschont geblieben ist. Aus genau diesem Grund zieht es mich auch immer wieder dort hin. Verlassene wunderschöne Landschaften, tolle Strände, Seen und Natur, interessante Städte zwischen alt und modern mit ganz eigener Identität und gastfreundliche Menschen. Unsere diesjährige Balkanreise dauerte zwei Monate, von denen wir drei Wochen in Albanien verbracht haben. Schon bei unserer Recherche im Vorfeld haben wir nur Gutes gelesen. Dies haben wir zum Anlass genommen, einen Round Up Post zu machen. Ich gebe zu, es war gar nicht so leicht Reiseblogger zu finden, die bereits nach Albanien gereist sind. Nach einigen Wochen sind dann aber doch ganze Sieben zusammengekommen, die über ihre Erinnerungen, Erlebnisse und Erfahrungen aus diesem schönen, abenteuerlichen und teilweise noch unerschlossenem Reiseland berichten, in dem der Minibus das wohl noch am häufigsten genutzte Fortbewegungsmittel für Reisende und Einheimische ist. Danke an dieser Stelle an alle, die mitgemacht haben und ihre tolle Erlebnisse mit uns teilen! Und los geht’s:

 

Erinnerungen an Albanien

Simon von Unterwegs-Reiseblog

Albanien Reiseblog Berichte

Einen Monat lang war ich unterwegs, als ich mit meinem Auto Albanien besucht habe. Dabei sind mir viele Dinge begegnet, die schön waren, mich überrascht haben und mich nachdenklich gemacht haben. Die Landschaft ist abwechslungsreich und teilweise wunderschön. Das Essen ist gut und die Menschen hießen mich stets willkommen. In den kleinen Städten herrscht eine geheimnisvolle Atmosphäre und oft muss man nicht lange fahren, um weit abseits aller modernen Welt zu sein.

An vielen Stellen findet man in Albanien verlassene, aufgegebene Industrieanlagen. Besonders eindrucksvoll ist das Geisterkraftwerk von Fier. Ich hatte das Glück, es besuchen zu können. Tief in den Bergen hinter Rubik liegt eines der bedeutendsten Überbleibsel der vergangenen Diktatur. Das Arbeits- und Gefangenenlager Spac ist nur über eine steile unbefestigte Straße zu erreichen. Doch es lohnt sich. Hier kann man das Leid der Gefangenen spüren, die in den Minen und dem Gefängnis arbeiten und sterben mussten.

Die beiden kleinen Städte Berat und Gjirokastra sind einzigartig. Und nicht nur die Städte selbst. Auch das Erforschen der Berglandschaften, in denen sie jeweils liegen, ist ein tolles Erlebnis. Ich habe Albanien vermisst, sofort als ich es über die Grenze nach Montenegro verlassen habe. Und eines ist sicher, ich werde wiederkommen und dann hoffentlich noch viel mehr Zeit mitbringen.

Über Simon und seinen Reiseblog

unterwegs-reiseblog.de ist seit gut einem Jahr mein Reiseblog. Die Länder im Osten und Südosten Europas interessieren mich besonders. Es gefällt mir, dass man dort als Reisende/r oft einsam unterwegs ist und dass vieles dort noch abenteuerlich und unentdeckt ist. Am liebsten bin ich mit dem eigenen Auto unterwegs.

 

Kontraste zwischen Mittelalter und Moderne

Ivana von Weltenbummlerin

Albanien Reiseblog Berichte

Albanien stand schon eine Weile auf meiner Bucket List und im Rahmen einer kleinen Balkan-Tour hat sich dann die Gelegenheit ergeben, mir diesen weißen Fleck einmal näher anzuschauen. Ich muss zugeben, es war nur ein kurzer Blick, aber er hat definitiv Lust auf mehr gemacht. Ich fand gerade die Kontraste zwischen Mittelalter und Moderne faszinierend, aber die Frage ist, wie lange du noch Pferdefuhrwerke auf der Schnellstraße sehen wirst.

Mein persönliches Highlight war Berat mit der Festung Kalaja. Von den wenigen Geschäften und Restaurants abgesehen ist das Dorf mitten in der Festung ziemlich verlassen. Du kannst durch die Gassen streifen und fühlst dich dabei mindestens einige Jahrzehnte zurückversetzt. Die Menschen, die dort wohnen, lassen sich durch die paar Ausländer nicht wirklich stören, genauso wie die Hühner und die Hunde, die überall herumlaufen. Die Umgebung erinnert ein wenig an Italien und der Kopf von Konstantin dem Großen ist ein beliebtes Fotomotiv. Natürlich darf eine orthodoxe kleine Kirche genauso wenig fehlen wie die kleinen Läden, in denen du noch Krimskrams aus der jüngsten sozialistischen Vergangenheit bekommst. Auf keinen Fall solltest du einen leckeren Snack in Form eines üppigen Vorspeisentellers versäumen, bevor du weiterreist und einen Schwatz mit dem freundlichen und gesprächigen Wirt, der sich darüber freut, wenn einmal Ausländer in dem kleinen Ort auftauchen.

Über Ivana und ihren Reiseblog

Ivana von weltenbummlerin.de reist seit mehr als 25 Jahre mit dem Rucksack durch die Welt. Auf ihrem Blog findest Du viele Tipps für individuelles Reisen, egal ob es um Ausrüstung oder einzelne Orte oder Länder geht. Vor allem soloreisenden Frauen gibt sie viele praktische Tipps, denn sie ist sehr viel allein in Asien und in arabischen Ländern gereist.

 

Enthusiastische Begegnung in Shkodra

Lena von Family4Travel

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Eigentlich wollten wir um Albanien ja einen Bogen machen. Wir hatten Vorurteile, von wegen Anarchie, Blutrache und tollwütigen Straßenhunden. Was man eben so hört, wenn man sich noch nie weiter mit diesem Land beschäftigt hat. Auf unserem Weg gen Süden trafen wir aber immer mehr Leute, die uns von ihren Reisen nach Albanien vorschwärmten. So wagten wir das Abenteuer also doch. Und siehe da: Wir fanden supernette Menschen, herrliche Strände, beeindruckende Natur und interessante Sehenswürdigkeiten.

Am besten hat es uns in Shkodra gefallen. Die Stadt ganz im Norden des Landes liegt am wunderschönen Skutari-See. Es gibt ein Museum über die traditionelle albanische Lebensweise, eine beklemmende Gedenkstätte, die an den Terror der Hoxha-Zeit erinnert, eine mittelalterliche Festung und ein überraschend hübsches Stadtzentrum, das zum Bummeln einlädt. Auch die Kinder fanden Albanien toll.

Als Touristen wurden wir überall sehr herzlich empfangen. In Shkodra kam ein junger Mann auf uns zu, vergewisserte sich, dass wir Urlauber seien, und freute sich so darüber, dass er Silas ein Kuscheltier schenkte. Wir bedankten uns, waren aber im ersten Moment sehr verdattert. Das Teufelchen auf meiner Schulter erinnerte mich an Krimis, in denen ahnungslose Touristen als Drogenkuriere benutzt wurden. Aber nichts dergleichen: Es war nur die erste von vielen Begegnungen, bei denen Albaner ihrer Freude über westliche Besucher Ausdruck verliehen. Das Kuscheltier hat bis heute einen Ehrenplatz im Kinderzimmerregal.

Über Lena und ihren Reiseblog

11 Monate lang sind wir zu viert durch ganz Europa getingelt: mein Mann, unsere beiden Jungs im Grundschulalter und ich, durch 21 Länder. Auf family4travel berichte ich von den Abenteuern, die wir dabei (und seitdem) erlebt haben.

 

Strandparadies Ksamil & Sarande

Matthias von TravelTelling

Unsere Reise durch Albanien hat uns neben Pogradec, Korca, Dürres und Tirana auch nach Sarande geführt. Es war uns zwar bekannt, dass Albanien über einen weitläufigen Küstenstreifen verfügt, aber dass wir so ein Paradies vorfinden würden, haben wir nicht erwartet. Viele kleine Traumstrände, kristallklares Wasser, hübsche Bars, Restaurants und süße kleine Supermärkte. Noch heute schwärmen wir von unserer Woche im kleinen Örtchen Ksamil, das von Sarande mit dem Local Bus in nur 20 Minuten zu erreichen ist. Die Fahrt kostet umgerechnet 50 Cent, und wenn man mit dem Bus noch ein bisschen weiter fährt, gelangt man direkt nach Butrint. Butrint ist eine kleine halbversunkene Stadt, die früher einmal griechisch war. Mittlerweile ist sie Weltkulturerbe und zählt zu den beeindruckendsten kulturellen Highlights Albaniens. Die griechische Insel Korfu befindet sich quasi direkt nebenan und ist mit der Fähre in weniger als einer Stunde zu erreichen. Übrigens hat Korfu hat einen Flughafen, der von einigen Airlines auch von Deutschland aus angeflogen wird. Tipp: Wenn es geht, empfiehlt es sich die Hochsaison zu meiden und stattdessen spätestens im Juni oder Ende August anzureisen, da es sonst leider ziemlich überfüllt ist.

Über Matthias und seinen Blog

Auf TravelTelling schreibt Matthias über langsames und genussvolles Reisen in unkonventionelle Destinationen. Auf seinen Reisen ist er zumeist nur mit Handgepäck unterwegs oder erkundet verschiedene Länder auch gern mit dem Fahrrad als Radreise. Hauptsache abenteuerlich und aktiv.

Ksamil und Sarande Reiseblog Erfahrungsbericht

Unterschiedliche Zeitgeister in und um Shkodra

Manu von WorldCalling4Me

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Shkodra ist eine Stadt im Norden Albaniens und zählt mit ihren 140.000 Einwohnern zur fünftgrößten Stadt Albaniens. Besonders empfehlenswert ist ein Spaziergang durch die Altstadt. Hier findest du nicht nur zahlreiche Straßencafés, die geradezu dazu einladen, das bunte Treiben zu beobachten, sondern auch die Ebu-Bekr-Moschee, die sich am Anfang der Fußgängerzone befindet, die Stephanskathedrale (auch „Große Kirche“ genannt) und, drei Kilometer nördlich von Shkodra die Brücke von Mes. Die gilt als die damals bedeutendste und heute noch besterhaltene Brücke Albaniens. Bedeutend deswegen, weil sie als Handelsroute zwischen Albanien und dem Kosovo diente.

Besonders auffallend sind hier auch die Kontraste zwischen völlig heruntergekommen und total modern, die dir immer wieder in Albanien begegnen. Während du beispielsweise auf der einen Straßenseite völlig zerstörte, zusammen bröckelnde Häuserfronten siehst, sind die Häuserfronten auf der gegenüberliegenden Seite modernisiert und erstrahlen in neuem Glanz. Zurückzuführen ist dies wahrscheinlich auf Albaniens Vergangenheit, die nach wie vor noch in der Gegenwart nachwirkt.

Ein kleines Schmuckstück findest du ein paar Kilometer südlich von Shkodra: Auf einem Hügel zwischen den beiden Flüssen Drin und Buna liegt die Burgruine Rozafa , deren Ursprünge auf die vor-römische Zeit zurückgehen. Von hier oben hast du nicht nur einen sagenhaften Blick über das Land, sondern begegnest auch unterschiedlichen Zeitgeistern: Die unterschiedlichen Courtyards des Burgareals stammen aus unterschiedlichen Epochen.

Über Manu und ihren Reiseblog

Eines von Manus größten und leider auch teuersten Hobbys ist das Reisen. Aber so wie die einen ihr abendliches Bierchen brauchen, so braucht sie alle paar Wochen eben einen Tapetenwechsel. Reisekrankheit? Wanderlust? Chronisches Fernweh? Addicted to traveling? Oder einfach nur auf dem Weg zum Erwachsenwerden falsch abgebogen? Was auch immer – auf ihrem Blog WorldCalling4Me kannst du sie auf ihren Reisen begleiten.

 

Berat – die Stadt der Tausend Fenster

Jorina und Timo von CheersAndCheese

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Berat, auch die Stadt der tausend Fenster genannt, ist unserer Meinung nach völlig zurecht zum UNESCO-Welterbe ernannt worden und in jedem Fall einen Aufenthalt wert. Die Stadt verbindet nämlich das moderne Albanien mit der Tradition aus vergangenen Tagen. Neben den Jahrhunderte überdauernden Häusern in den Stadtteilen Mangalem und Gorica befindet sich in Berat auch die über 700 Jahre alte Burgfestung Kalaja, die über der Stadt thront und heute immer noch bewohnt und mit Leben gefüllt wird. Auf der anderen Seite läd der neu gestaltete Boulevard zum Verweilen ein. Hier kannst du in einem der zahlreichen Restaurants und Bars das albanische Leben bei einem herrlichen Wein genießen. Wir haben unsere Zeit dort sehr genossen und behalten Berat als eins der großen Highlights unserer Albanienreise in Erinnerung.

Über Jorina und Timo und ihren Reiseblog

cheersandcheese.reisen – Das sind Jorina aus Köln und Timo aus Duisburg, die seit 2014 gemeinsam auf Reisen gehen und gerne auch mal abseits der touristischen Hotspots Land und Leute kennen lernen. Besonders gefallen hat es den Beiden in Südostasien und Island. Und wieso eigentlich Cheers&Cheese? Das liest du am besten auf Ihrem Blog CheersAndCheese nach!

 

Wieso denn bitte Albanien?

Babsi von B andTheWorld

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Was du fliegst nach Albanien? Warum Albanien? Was kann man denn dort machen? Dieser Frage begegnete ich vor meiner Reise das eine oder andere Mal kurz vor meiner Reise nach Albanien.

Meine erste Albanienreise führte mich im Mai 2017 nach Shkodra in Nordalbanien. Shkodra ist sozusagen das kulturelle Zentrum Albaniens, da es auch lange Zeit die Hauptstadt Albaniens war. Wenn man von Traumlage spricht, so erfüllt Shkodra diesen Punkt zu 100 %. Zum einen gibt es da den Skutarisee, der sich vor den Toren Shkodras ausbreitet und bis weit nach Montenegro reicht, und zum andren schlängeln sich die Flüsse Kir, Drin und Buna rund um Shkodra. Darüber hinaus ragen im Hintergrund majestätisch schneebedeckte Berge in den Himmel. Die unberührte Bergwelt lädt zu ausgiebigen Wanderungen bei atemberaubender Kulisse ein. Wem das nicht reicht, der findet rund zwanzig Autominuten von Shkodra entfernt zwei großzügige Sandstrände.

Aber Achtung, in meinem Artikel warten ein paar Foodie-Geheimtipps auf euch. Fast vierzig, sich mehr als lohnende, Autominuten dauert die Fahrt in das Eldorado von Mirzi i Zanave. Dieser, sagen wir, Bauernhof liegt bei Fishtë. Hier hat man sehr früh verstanden was Nachhaltigkeit bedeutet und verkocht regionale Produkte zu wunderbaren Menüs, bei denen einem das Wasser im Mund zusammenläuft. Hier geht’s zum Blogbeitrag.

Über Babsi und ihren Reiseblog

Mein Name ist Babsi und ich betreibe den Reiseblog B. and the World. Mit meinem Blog, B. and the World, erfülle ich mir einen lang gehegten Wunsch. Ein persönliches Reisetagebuch, das von jedem Ort der Welt für mich und andere zugänglich ist. Alle Reisen, die am Blog zu finden sind, sind allesamt individuell von mir gestaltet und können problemlos „nachgereist“ werden.

 

Ich hoffe dir hat dieser Beitrag gefallen. Danke nochmal an dieser Stelle an alle Reiseblogger, die bei diesem Round Up Post mitgewirkt haben. Ohne euch, wäre diese schöne Sammlung an Eindrücken nicht entstanden. Und weil uns Albanien so gut gefallen hat, erscheint demnächst noch ein ausführlicher Fotobericht über unsere dreiwöchige Albanienreise 🙂 

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7 Reiseblogger berichten über ihre Albanien Reise

 

Aufgewachsen in der deutsch-niederländischen Grenzregion, verließ ich früh mein Elternhaus, studierte Tourismus in den Niederlanden und begab mich auf die Reise. Getrieben von Neugier, Abenteuerlust und auf der Suche nach neuen Herausforderungen, komme ich immer wieder irgendwo an, bleibe und ziehe weiter sobald mich mein Bedürfnis nach Veränderung zum Aufbrechen zwingt. One Lebenskapitel at a time.

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