Slow Travel – Der Weg ist das Ziel

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„Bitte alle aussteigen. Sie haben 10 Minuten um ein paar Schnappschüsse zu machen und dann fahren wir weiter“. Jeder, der schon einen Pauschalurlaub oder eine Busreise gemacht hat, kennt diesen Spruch. Highlights im Minutentakt werden von den Anbietern der Busrundreisen versprochen. Kann man mögen, muss man aber nicht.

Immer mehr in immer kürzerer Zeit. Das Motto scheint nun vollends auch im Urlaub angekommen zu sein. Schnell ein paar Fotos gemacht und bei Facebook hochgeladen, man will schließlich der Welt mitteilen was man in einer Woche so alles gesehen hat, und weiter geht’s. So oder so ähnlich verbringen viele Deutsche ihre wenigen freien Tage.

Alle sprechen von Entschleunigung, ob nun im Beruf oder im Alltag, nicht jedoch in den Ferien. Letzter Arbeitstag vor dem Sommerurlaub, schnell nach Hause, Kind und Kegel ins Auto geladen und nix wie ab zum Flughafen. Leicht genervt endlich angekommen, Sonnenbrille auf und los geht’s mit den Power-Ferien. Kolosseum, Petersdom und Trevibrunnen? Abgehakt. Weiter geht’s nach Neapel. Italien in einer Woche. Locker machbar. Aber es geht auch anders.

Road Trip – Die Entdeckung der Langsamkeit

Slow Travel! Das heißt die Welt entdecken und dabei auch mal nach links und rechts zu blicken. Ziel dabei ist es nicht in möglichst kurzer Zeit das Maximum an Touristenattraktionen mitzunehmen, sondern vielmehr abseits des Massentourismus seinen eigenen Pfad einzuschlagen. Der Plan ist es, keinen Plan zu haben, Checklisten und Reiseführer zuhause zu lassen und keinem Tourguide mit Schild und Megaphone zu folgen.

Viel entspannter und interessanter ist es doch, sich auf eigene Faust auf Entdeckungstour zu begeben, sich zum Beispiel einen Mietwagen zu buchen, mit dem Fahrrad eine Radreise zu unternehmen oder gleich per Backpack und mit Bus, Bahn und per Anhalter unterwegs zu sein und nach Lust und Laune die Stadt oder das Land zu erkunden. Für meine Road Trips in NeuseelandIrland und Island habe ich einen Mietwagen gebucht bzw. ein gebrauchtes Auto gekauft. Das gibt dir nicht nur ein besonderes Gefühl der Freiheit, sondern bringt dich auch mit einer Gelassenheit an Ecken, die du sonst nie entdeckt hättest. Der Weg ist das Ziel, klingt abgedroschen, entspricht aber der Wahrheit. Die Erinnerung an den Ring of Kerry in Irland bleibt beispielsweise viel lebendiger im Gedächtnis, wenn man sich die Zeit nimmt im Killarney Nationalpark ein kleines Picknick zu genießen anstatt nur flott drei Selfies zu schießen und dann mit dreißig anderen Leuten weiter zur nächsten Sehenswürdigkeit zu hetzen.

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Das Ungewisse macht den Reiz

Etwas von der Kultur eines Landes mitnehmen, das ist von vielen die Intention ihren Urlaub in weit entfernten Regionen zu verbringen. Doch mit durchorganisierten Pauschalreisen ist dies kaum möglich. Wenn man direkt am Zielflughafen mit dem Shuttlebus abgeholt und ins Hotel gebracht wird, dort zwei Wochen abgeschottet am Strand liegt und nur ab und an eine ebenfalls bis auf die Toilettenpause durchorganisierte Bustour unternimmt, bekommt man die Kultur eines Landes nur spärlich mit. Außer man bezeichnet den Besuch im Touristenshop, in dem ein einheimischer Verkäufer selbstgemachten regionalen Honig verkauft, als authentisches Erlebnis.

Ich weiß, dieser Artikel mag ein wenig aggressiv rüber kommen, ich habe ihn auch geschrieben, als vier Touristenbusse hintereinander gerade mal wieder unseren Weg kreuzten und ich dieses Szenario live mit ansehen musste. Es ist kein Appell, jeder sollte ja schließlich so Urlaub machen, wie er es für richtig hält. Verstehen sollte man es daher also eher als Eye-Opener für die, die sich innerlich nach einer anderen Art des Urlaubs sehnen, aber noch nicht den Mut hatten, so etwas auszuprobieren.

Spontanität und die freie Entscheidung was man als nächstes machen möchte – das bietet nur Slow Travel. Ferien ohne festen Zeitplan. In einer kleinen Bar ein paar nette Einheimische getroffen, die einem für den nächsten Tag zum Essen einladen? Kein Problem, bleibt man eben noch einen Tag länger. Gerade das Unbekannte und Ungewisse, was man wohl als nächstes unternimmt, macht den Reiz von Slow Travel aus. Selbst wenn man sich sein nächstes Ziel schon ausgesucht hat, allein der Weg dahin ist mindestens genauso schön.

Entschleunigung durch Yoga

Die extra Zeit die man dadurch hat, kann man unter anderem zum Beispiel für morgendliche Yoga Sessions nutzen. Hierbei gelangt man selbst zu einer noch tieferen Entspannung und im besten Falle auch noch tiefer zu sich selbst. Zu Hause schaut man sich noch ein paar Tutorials auf YouTube an und lernt ein paar Übungen für seine Reise. Alternativ kann man sich auch bei seiner Krankenkasse erkundigen. Viele bieten mittlerweile sogar Kurse mit geringer Selbstbeteiligung eines Yoga-Kurses  an. Also, Yogamatte eingepackt und schon kann’s losgehen. Wer nun Lust bekommen hat, aber noch keine passendes Yoga „Ausrüstung“ besitzt, der kann noch bis zum 30.06. dieses tolle Dress inklusive Yogamatte von Prana im Wert von über € 500 beim Bergzeit Gewinnspiel gewinnen. Und das Beste: Es gibt eins für Sie und für Ihn und sie sind sogar nachhaltig produziert. Man muss nur eine einfache Frage beantworten. Wer bereits alles besitzt, dem empfehle ich, integriere Yoga doch mal in deinen Alttag beim Reisen. Und wenn es nur 2-3 die Woche ist. Meine Freundin hat Ihre Yogamatte während unserer 4-monatigen Radreise dabei gehabt und war froh, sie mitgenommen zu haben.

Transparenzhinweis: Bei Bergzeit kaufe ich selbst regelmäßig ein und empfehle es gerne weiter. Der Link zum Bergzeit Gewinnspiel ist eine unbezahlte Anzeige. Es gab jedoch einen Shop Gutschein.

Hallo, ich bin Matthias und reise gerne fernab der Massentourismuspfade, aktiv und abenteuerlich, aber zugleich auch genussvoll und entschleunigt. Außerdem unterstütze ich verantwortungsbewusstes Reisen und nachhaltige Tourismuskonzepte. Auf diesem Blog findest du neben Reiseberichten und Tipps auch Interviews, Gedanken, Gastartikel und viele Eindrücke zum Reisen mit dem Fahrrad.

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